Windows 10 wird bald 7GB von Deinem Speicher “reservieren” für Updates

Windows Updates brauchen ganz schön viel Speicherplatz, was oft ein Problem, gerade wenn man einen Laptop mit geringem Speicherplatz besitzt. Microsoft löst dieses Problem, in dem es Speicherplatz “reserviert” für Updates in ihrer nächsten Windows 10 Version mit dem Codenamen 19H1.

Microsoft unterstützt seit Jahren die Idee Laptops mit kleinem Speicherplatz zu kaufen. Aber jeder, der einen solchen besitzt, trifft bald auf ein hauptsächliches Problem: Es gibt nicht genug Platz, um wichtige Updates durchzuführen. Das hinterlässt Nutzer ohne wichtige Sicherheitsupdates, Lösungen und neue Fähigkeiten. Auch wenn man nicht gleich am ersten Tag die neueste Windows Version herunterladen sollte, wäre es nicht schlecht irgendwann den Schritt zu wagen. Das heißt, viele Nutzer haben ein ernsthaftes Problem.

Im Moment liegt die Lösung dabei, alle Daten und Programme zu löschen, die nicht unbedingt notwendig sind, oder das Update auf einen externen Speicher zu laden. Keine dieser Lösungen ist zufriedenstellend oder leicht, besonders für Studenten, die günstige Laptops ohne USB Anschluss haben und alle ihre Daten und Programme dringend auf dem Laptop brauchen.

Microsoft versucht das Problem zu lösen mit einer kontroversen Methode. Beginnend mit der neuesten Veröffentlichung (und bereits für Insiders erhältlich), wird Microsoft 7 Gigabytes des Speichers auf der Festplatte reservieren.

Dabei geht der Speicher nicht vollkommen verloren. Windows wird vorübergehende Dateien innerhalb dieses Speicherplatzes erhalten, wenn es keine Updates gibt. Daten, die durch die Nutzung von Applikationen entstehen, werden in diesem Speicherplatz platziert. Diese Daten hätten sonst nur anderen Speicherpatz aufgebraucht. Wenn es Zeit für ein Update ist, löscht Windows automatisch die Daten in dem reservierten Speicher und verwendet ihn für das Herunterladen der Update Daten.

Microsoft sagt, dass es keine virtuellen Speicher verwenden möchte. So erklärt auch Craig Barkhouse in den TechNet Kommentaren:

“Stattdessen designten wir eine elegante Lösung, welche uns sonst neue Unterstützung kosten würde gegenüber NTFS. Die Idee ist, das NTFS uns einen neuen Mechanismus zur Verfügung stellt, um den Speicherplatz für den Wartungsstapel festzustellen, sagen wir 7GB. Dann reserviert und verwendet NTFS diese 7GB nur für Wartungsarbeiten. Was ist der dadurch entstehende Effekt? Naja, der freie Speicher auf C: sinkt um diese 7GB, was auch den Platz verringert, den andere Applikationen verwenden können. Dafür können diese 7GB für die Wartung verwendet werden.”

Wie viel Platz wirklich reserviert wird ist abhängig von den optionalen Fähigkeiten und Sprachen, die man installiert hat. Je mehr Sprachen und Fähigkeiten man auf dem System hat, desto mehr Speicher wird reserviert werden, damit auch jene richtig gewartet werden können. Wenn man Später beispielweise eine Sprache entfernt, schrumpft auch der reservierte Speicherplatz.

Microsoft sagt, dass der reservierte Speicherplatz um die 7 Gigabytes beginnt und nach oben hin offen ist.

In der Theorie wäre dieser Speicherplatz ohnehin verwendet worden und die Nutzer verlieren Nichts daran. Allerdings haben manche Nutzer von Anfang an weniger als 7 Gigabytes an vorübergehenden Daten zur gleichen Zeit. Es ist ein Kompromiss der manchen Nutzern helfen soll, während er von anderen Nutzern verfügbaren Platz reduziert.

Windows 10 19H1 wird wahrscheinlich im April 2019 veröffentlicht.